Kennst du das Problem, wenn im Winter (besonders bei Minusgraden) die Räume nicht richtig warm werden? Du versuchst an der Heizungsanlage die Einzelraumregelung zu steuern und trotzdem passiert nichts oder nur wenig?

In diesem Artikel erklären wir dir, was du eventuell falsch machst und was die Gründe dafür sein können.

 

Falsche Einstellung der Heizungsanlage häufiger Grund für hohe Heizkosten oder kalte Räume

 

Eine gute Heizungsanlage regelt die Vorlauftemperatur immer über die Außentemperatur, wie das bei Wärmepumpen meistens Standard ist.

Aber bei den meisten Heizungsanlagen ist das leider nicht der Fall. Denn die Heizlastkurve ist oftmals willkürlich eingestellt oder so, dass der Heizungsmonteur nicht mehr so schnell wieder kommen muss.

Selbst bei Neubauten wird vom Heizungsmonteur meistens eine Heizlastkurve von 0,25 – 0,30 eingestellt.

 

Hier ein paar Richtwerte für die ideale Heizkurve in verschiedenen Gebäudetypen

  • 0,12 bis 0,16 bei einem gut wärmegedämmten Haus mit Wärmepumpe
  • 0,3 bis 0,5 bei einem gut wärmegedämmten Haus mit Fußbodenheizung
  • 1,0 bis 1,2 bei einem gut wärmegedämmten Haus mit Heizkörpern
  • 1,4 bis 1,6 bei einem älteren, freistehenden Gebäude mit Heizkörpern

 

Was ist eigentlich die Heizlastkurve?

 

Unter Heizlast versteht man in der Bautechnik, die zum Aufrechterhalten einer bestimmten Raumtemperatur notwendige Wärmezufuhr. Dies wird in Watt angegeben.

Die Heizlastkurve zeigt also an, wie viel Wärme dazu gegeben werden muss, wenn die Temperaturen draußen sinken.

Zur Verdeutlichung: 1 Grad höhere Heizlastkurve bedeutet bei 1 Grad sinkender Außentemperatur, wird die Vorlauftemperatur der Heizungsanlage um 1 Grad erhöht.

Für Neubauten wäre das aber besonders ineffizient, denn diese sind sehr gut gedämmt und benötigen nicht so viel Wärme, wie beispielsweise Altbauten.

Temperaturen der Heizungsanlage
Heizung- und Raumtemperatur in Echtzeit

Zudem kann man die Einstellung der Heizkurve auch nicht aus der Ferne vornehmen, da sie von Außentemperatur, Dämmung, welche Heizkörper verbaut sind, Geometrie und der Verschattung des Gebäudes abhängig ist.

Was man aber machen kann, ist die Temperaturen der Heizung, z.B. die Vor- und Rücklauftemperatur und den Energieverbrauch sowie die Raumtemperaturen messen, um so sicherzustellen, dass die Anlage auch effizient und richtig funktioniert. Eine Lösung die wir dafür anbieten ist der Energomonitor GasSense in Verbindung mit dem Tripoint Temperatur Sensor (hier der Link dazu)

In diesem Beispiel (Bild) haben wir es nur an einzelnen Heizkörpern getestet, da sich die Gastherme in der Wohnung im selben Stockwerk befunden hat. Wenn sich deine Heizungsanlage aber im Keller befindet, dann wird die Sache natürlich interessanter. Und du willst bestimmt auch nicht immer in Keller laufen, um alles zu prüfen 😉

Temperatur Sensor für Vor- und Rücklauftemperatur
Vor- und Rücklauf von Heizkörpern messen

Nochmal zur Info: Eine Heizlastkurve von 0,3 – 0,6 max. gilt für Neubauten, die gut gedämmt sind und eine Fußbodenheizung besitzen.

 

Warum sind zu hohe oder niedrige Raumtemperaturen schlecht?

 

Zum einen sind zu hohe Temperaturen schlecht für die Atemwege. Aber auch andere gesundheitliche Schäden können durch eine schlechte Raumluftqualität entstehen, wie Kopfschmerzen oder Krampfadern.

Zum anderen sind niedrige Temperaturen ideal für Schimmelbildung (besonders mit einer erhöhten Luftfeuchtigkeit) und man kann dadurch wiederum schneller krank werden.

Eine gute Raumtemperatur ist aber nicht nur für die Gesundheit wichtig, sondern auch für niedrige Energiekosten und für den Klimaschutz.

Welche Vorteile hat die Einstellung der Heizkurve?

  • Zum einen benötigt es keiner Investition
  • man hat eine sehr große Energie- und Kostenersparnis
  • und ist wirklich schnell eingestellt

 

In diesem Beispiel haben wir eine durchschnittlich 8 Grad niedrigere Vorlauftemperatur getestet und tatsächlich konnten wir die Raumtemperatur konstant halten aber weniger Energie verschwenden.

 

Vor-Rücklauf-Küche-Temperatur
Vor- und Rücklauftemperatur der Heizungsanlage

 

Was ist die Parallelverschiebung?

 

Zu unterscheiden gibt es einmal die Neigung, also bei welcher Außentemperatur, wird die Vorlauftemperatur, um viel Grad erhöht und die Parallelverschiebung.

Bei der Parallelverschiebung geht es darum, dass wenn man eine ideale Neigung der Heizkurve gefunden hat, man bei gleicher Abstufung eine höhere Vorlauftemperatur ansetzt.

Beispiel von 25 Grad auf 35 Grad statt von 20 auf 25 Grad.

Die Nachtabsenkung ist prinzipiell eine solche Parallelverschiebung der Heizkurve. Nur halt nach unten. Sie wird genutzt, um während der Nacht durch niedrigere Raumtemperaturen Energie zu sparen. Meist nutzt man sie für einen bestimmten Zeitraum, etwa von 22:00 Uhr bis 5:00 Uhr.

Kleiner Tipp: Die Steilheit stellt man am besten ein, wenn die Außentemperaturen unter 0 Grad Celcius liegen, während man die Einstellung zur Parallelverschiebung eher bei Temperaturen über 5 Grad vornimmt.

 

Wie stellt man die Heizkurve richtig ein?

Am sinnvollsten ist es, nur eine Änderung vorzunehmen und ein paar Tage lang zu beobachten. Nicht empfehlenswert ist es, die Vorlauftemperatur + Zieltemperatur + Neigung gleichzeitig zu ändern, da man in dem Fall nicht weiß, welche Änderung letztendlich zum Ergebnis geführt hat.

 

Diese folgende Schritte helfen dir dabei, die Heizkurve richtig einzustellen:

1. Alle Thermostatventile voll aufdrehen oder die Thermostatventile abschrauben
2. Sollte es viel zu warm werden, dann Heizkurve beispielsweise auf 3 absenken.
3. Raumtemperaturen beobachten (Thermometer in den jeden Raum oder mit unserem Energomonitor bequem vom Smartphone oder Tablet beobachten)
4. Schritt 2 und 3 wiederholen (d.h. Heizkurve auf “2” usw.)
5. Irgendwann wird nicht mehr die gewünschte Raumtemperatur erreicht, dann die Heizkurve um einen Punkt nach oben und alle Thermostatventile auf gewünschte Raumtemperatur einstellen (Stufe “3” sollte einer Raumtemperatur von ~20-21°C Raumtemperatur entsprechen)

 

Über uns

Unser Ziel ist es, eine nahtlose und mühelose Möglichkeit zu bieten, den Verbrauch mit Echtzeitdaten besser zu verstehen, um den Energieverbrauch zu überwachen und zu steuern, um letztendlich Geld zu sparen und den persönlichen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

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